Konzept

Eingang vom Kultwerk West

Das öffentliche Wohnzimmer macht immer noch Pause und sucht weiter neue Räume, denn die Hoffnungen auf einen Umzug ans Nobistor haben sich zerschlagen.

Mit Kultwerk haben wir 2006 den Ort geschaffen, den wir in Hamburg vermisst haben - das öffentliche Wohnzimmer: Der Ort für neugierige Hamburger, die mit einander ins Gespräch kommen wollen und in persönlich geprägter Atmosphäre über die unterschiedlichsten Themen diskutieren. Kultwerk steht für die Offenheit und Breite der sozialen Zusammenhänge in unserer Stadt.

Start war im September 2006 einer leer stehenden Einkaufspassage in Altona (heute ist da ein Bio-Supermarkt), später waren wir vorübergehend zu Gast auf der Bühne des Mercado Ottensen und sind dann in die Kleine Freiheit 42 in St. Pauli umgezogen. Im Sommer 2014 sind wir heimatlos geworden, haben dann gastiert oder kooperiert. Seit 2016 pausiert Kultwerk West.

Zwischen 2006 und 2014 haben wir mit leidenschaftlicher Neugier 450 Veranstaltungen organisiert. Acht Jahre luden wir ein immer Dienstag und Donnerstag um 20 Uhr zu inzwischen in Hamburg legendären Kultwerkabenden. Organisiert haben wir das alles pro bono neben Job und Familie. Großes Vergnügen für Gäste wie Macher auch bei Sonderveranstaltungen wie den drei Lesesonntagen oder Hamburgs allerersten Franzbrötchen-Kongress. Das Kultwerk-Team sind Leute in unterschiedlichen Berufen und mit ganz unterschiedlichen Interessen. http://www.kultwerkwest.de/team.

Einige Kultwerk-Abende beispielhaft: Um irritierendes Reich-Werden-Wollen ging es schon 2006 im Kultwerk , 2014 lasen wir in Thomas Pikettys Bestseller, dass dieses Wollen aber nur bei Schon-Was-Haben funktioniert.  Als wir 2009 mit Rechtsanwalt Gerhard Strate über seine Recherchen zu Veruntreuung bei der HSH-Nordbank sprachen, trafen wir HSH-Mitarbeiter im Publikum, die endlich selber Bescheid wissen wollten. Schon 2010 thematisierten wir die Schifffahrtskrise und die düsteren Aussichten. 80 % Männer auf unseren Sofas bescherte uns der Film-Abend über einen Porsche-Sammler. Ein Abend thematisierte Privatschul-Pläne in Wilhelmsburg (!), inzwischen steht dort die (staatliche) Elbinsel-Schule. Weiter durch acht Kultwerk-Jahre: Putzfrauen-Welt, Cuisine Canaille, Harald Falckenberg über Refeudalisierung der Kunst, Tischgespräche, Besuche bei tollen Hamburger Mode-Designern, Foto-Ausstellungen. Schon Anfang 2011 brachte Kultwerk die Präsentation eines 3D-Druckers. 2013 besuchten wir Googles Büroräume. Schon Anfang 2009 ahnten wir die Welt wird zur Stadt. Kultwerk glaubt weiter an unsere 2007 entwickelte (und leider breit ignorierte) Idee einer Hamburger Kulturraum-Stiftung - trotz Kreativgesellschaft als Raumbeschaffer und beeindruckender Selbstermächtigung im Gängeviertel. Last not least: Kultwerk schaute auf China, Russland, die Mongolei und natürlich Afrika - von der Bewältigung des Völkermordes in Ruanda über die Demokratische Republik Kongo (wo sich andeutete, was später aus z. B. Mali die Welt erschreckte) zur Landflucht und Entstehung von slumgeprägten Megacities am Beispiel Äthiopien.

Kultwerk funtionierte seit dem Start fast ohne Geld. Das war möglich, weil das Team pro bono arbeitete und weil Podiumsgäste ohne Honorar kamen. Ihre Auftritte und ihre Begeisterungsfähigkeit für Kultwerk haben uns ebenso beschenkt wie das Publikum. Wir danken für ihre wunderbare Unterstützung den Kultwerk-Sponsoren Claussen Simon Stiftung, Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG, Gastwerk Hotel Hamburg, Doctores Völschau Wirtschaftsprüfer Steuerberater, Hapag-Lloyd AG, Wein- und Kaffeeladen Claus Kröger, steg Hamburg mbH, amptown sound & communication GmbH. Zu den Websites unserer Sponsoren gelangen Sie hier. Kultwerk West ist beim Vereinsregister Hamburg eingetragen # VR 19034. Unser Spendenkonto ist:  Kultwerk West e. V., Haspa Hamburg IBAN DE 28 200 505 50 12 68 12 90 28