Eine ganze Generation HamburgerInnen ist mit dem Widerstand gegen den Bau des AKW Brokdorf politisch sozialisiert worden. Diese politische Auseinandersetzung wurde aber von Anfang an durch eine juristische begleitet. 1976 wurde der erste gerichtlich angeordnete Baustopp für ein Atomkraftwerk erstritten. Begründung für den Baustopp: die ungeklärte Endlagerfrage. Diese Frage nach dem Endlager für Atommüll ist bis heute nicht geklärt! Die sogenannte Erkundung des Salzstockes in Gorleben wurde der Bevölkerung als eine vage, aber scheinbar hoffnungsvolle Zwischenlösung präsentiert. Auf diese Weise konnten die Atomanlagen weiter gebaut und dann betrieben werden. Die andauernde Produktion von Atommüll schien gerechtfertigt. Ist jetzt Schluss mit der Augenwischerei? Das geplante Endlagersuchgesetz verspricht eine politische Grundsatzentscheidung. Was wird nun aus Gorleben? Wie geht die Politik in Deutschland und Europa mit der ungeklärten Frage nach einem sicheren Endlager für den Atommüll um? Der Hamburger Fachanwalt für Verwaltungsrecht Nikolaus Piontek vertritt seit 1976 Kläger gegen das "Erkundungsbergwerk" Gorleben. Mit ihm spricht Dieter Magsam aus dem Kultwerk-Team.