Leben chinesischer Einwanderer in Hamburg und Berlin und Verfolgung durch die Nazis. Marietta Solty und Dagmar Yu-Dembski berichten.

Do 18/10/2012 - 20:00

Chinesische Kneipen, Gemüsehändler, Teegeschäfte, Wäschereien - rund um die Schmuckstraße auf St. Pauli gab es bis in die 1940er Jahre ein lebendiges chinesisches Viertel mit über 2000 Bewohnern. Auch in Berlin lebten damals nahe dem heutigen Ostbahnhof viele chinesische Kaufleute. In Hamburg ist aus dieser Zeit nur noch das Hongkong Hotel mit Bar übrig. Die Betreiberin Marietta Solty erzählt im Kultwerk, wie es einst in Hamburgs "Chinatown" zuging. Soltys Vater betrieb das Hongkong Hotel mit kantonesischer Küche bis er 1944 wie viele andere Chinesen von der Gestapo verhaftet und in ein Arbeitserziehungslager verschleppt wurde. Nach dem Krieg eröffnete er das Hotel wieder und kämpfte vergeblich um Wiedergutmachung. Dagmar Yu-Dembski, ebenfalls Tochter eines chinesischen Einwanderers und Geschäftsführerin des Konfuzius-Instituts an der FU Berlin, berichtet vom Leben der Chinesen in Berlin, von der Verfolgung deutsch-chinesischer Paare durch die Nazis und dem heutigen Wiederaufleben einer chinesischen Community in der Hauptstadt.

Leben chinesischer Einwanderer in Hamburg und Berlin und Verfolgung durch die Nazis. Marietta Solty und Dagmar Yu-Dembski berichten.
Leben chinesischer Einwanderer in Hamburg und Berlin und Verfolgung durch die Nazis. Marietta Solty und Dagmar Yu-Dembski berichten.
Eintritt: 
€ 5, erm. € 3