Besuch von "Die Bilderkammer des Bruno Schulz - das letzte Werk eines Genies" und Gespräch mit dem Künstler Benjamin Geissler in der Sammlung Falckenberg, Phoenix-Hallen

Do 9/08/2012 - 20:00
Ort: 
Sammlung Falckenberg, Phoenix-Hallen

Geisslers Videoinstallation rekonstruiert die zerstörten Wandmalereien des 1942 von der SS ermordeten jüdischen polnischen Schriftstellers und Malers Bruno Schulz mittels filmischer Projektionstechnik.
Bitte nur mit Anmeldung bei info@kultwerkwest.de

Bruno Schulz war ein herausragender Künstler, so wurden seine Bücher in über 40 Sprachen übersetzt und bilden einen wichtigen Einfluss auf zeitgenössische Autoren wie Jonathan Safran Foer. Nach der deutschen Besetzung der Stadt Drohobycz im Jahr 1942, wurde Bruno Schulz zum »Leibjuden« des SS-Hauptscharführers Felix Landau und malte in der von Landau beschlagnahmten Villa Wandbilder für dessen Kinder.

In den vermeintlichen Märchenmotiven reflektierte Schulz auch seine eigene Situation. Seine Wandmalereien in Drohobycz galten bis zur Entdeckung durch Benjamin Geissler 2001 als verschollen. Die Videoinstallation rekonstruiert einen von Schulz ausgemalten Raum. Geissler wird uns berichten, wie er Schulz' Werke entdeckte, rekonstruierte und es geschafft hat, dass die Installation nun auf eine Weltreise gehen kann und Bruno Schulz auch als Maler nicht länger vergessen ist. Wir danken Harald Falckenberg und der Sammlung Falckenberg, dass wir an diesem Abend in den Phoenix-Hallen zu Gast sein dürfen. Sie erreichen die Phoenix-Hallen über S-Bahn Harburg oder mit dem Auto.

Eintritt: 
Spende € 5